Biker Boots – die andere Art von Motorradstiefeln
Der Wilde Westen – in diesem rauen Gebiet haben die Bikerstiefel beziehungsweise Bikerboots ihren Ursprung. Ihre ersten Träger waren die amerikanischen Soldaten im Bürgerkrieg in Amerika. Nach dem Krieg waren die Stiefel auch beim Rest der Bevölkerung sehr beliebt. So wurden sie beispielsweise gerne von Farmern oder Cowboys getragen. Diese mussten jedoch feststellen, dass sie zu unflexibel und groß waren. Die klobige Ausführung störte die Bauern bei ihrer täglichen Arbeit.
Die Entdeckung des Biker Boots
Deshalb nahm sich Charles Hayer, ein Schuhmacher aus Kansas diesem Problem an. Er fertigte die Stiefel einfach aus Rinderleder, damit waren sie strapazierfähig und perfekt ausgelegt für die Arbeit der Cowboys. Mit der immer moderner werdenden Welt wurden die Cowboystiefel zu den heute bekannten Bikerstiefeln. Gerne werden sie von Motorradfahrern getragen, oder von denen, die sich als solche ausgeben möchten.
Dabei sind Biker Boots oder auch Bikerstiefel keinesfalls ein Randprodukt – vielmehr gibt es sie in zahlreichen Modellen und Ausführungen. Meist unterschieden sich diese durch viele Details.
Was zeichnet Biker Boots aus?
An ihrer aus robustem Leder gefertigten Außenhülle zieren meist Schnallen und schnörkelhafte Verzierungen. Ihre Sohle besteht – ebenso wie die von herkömmlichen Motorradstiefeln – aus circa 3 Millimeter dicken Gummi. Ihr Schaft ist typischerweise halbhoch und V-förmig ausgeführt und sie haben eine relativ breite Lauffläche. Der über den Spann verstärkte Biker Boot ist handgenäht und ein sehr hochwertiger Schuh.
Neben der stylischen Note steht beim Biker Boot natürlich auch stets die Sicherheit und Funktionalität im Vordergrund. Ihre Außensohle ist vor allem gegen schmieriges Öl relativ unempfindlich, was ein Abrutschen verhindern soll. Die Spitze ist oft mit Stahlkappen verstärkt und an den Seiten befindet sich möglicherweise ein, aus Schaumpolster ausgeführter, Knöchelschutz.
Wegen der wasserabweisenden Eigenschaft und der sehr stabilen Ausführung werden Biker Boots auch gerne als Schuhwerk für den Winter eingesetzt.
Mittlerweile hat sich der lässige Bikerstiefel-Look auch in der Damenwelt eingefunden – getragen werden die sehr praktischen Boots zu Mini Rock oder sehr engen Jeans. Diese Kombination bringt sie verstärkt zur Geltung. Neben dem konventionellen Schwarz oder hellem braun gibt es die Stiefel mittlerweile auch im Zebra-Look oder in knalligen Farben.
Doch neben der farblichen Gestaltung und der Trägerschaft hat sich um die Biker Boots nicht viel verändert. Noch immer spiegeln sie für den Träger ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit wieder. Gerade Frauen lieben an den Stiefeln ihre einerseits robuste Machart aber gleichzeitig perfekte Passform. Während herkömmliche Motorradstiefel meist ein sehr ausgeprägtes Profil besitzen, sind die Sohlen von Biker Boots oft glatt ausgeführt. Sie sollen einfach zum schnellen Hineinschlüpfen dienen und daher wird auch gerne auf Klettverschlüsse oder Reißverschlüsse verzichtet.
Mit der richtigen Pflege kann man an Biker Boots lange Freude haben und hat einen perfekten Freizeitschuh, der Charme und Lässigkeit ausstrahlt.